Nachgedacht

Unter diesem Titel erscheint monatlich in einigen Hauszeitungen der Polizeidienststellen ein Text der Polizeiseelsorge, der zum Nachdenken und Besinnen anregen soll.

Hier finden Sie die aktuell veröffentlichten Texte in diesem Jahr zum nachlesen.
(Ältere Text über die Navigation am linken Rand)


 

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"Beim Leben meiner Mutter“

Am 8. September ist es wieder so weit: Mehr als 550 Polizeianwärterinnen und -anwärter werde ihren Amtseid ablegen. Dieses Jahr auf dem Markt in Mainz mit dem Dom als Kulisse im Hintergrund. Für alle Beteiligten sicherlich ein feierlicher Moment und bleibender Eindruck.

Den Amtseid ablegen, das ist für alle Beamtinnen und Beamten vorgeschrieben und wenn sie in den Polizeivollzugsdienst gehen, dann geschieht dies in öffentlicher Form. Viele von Ihnen können sich sicherlich noch erinnern…

Anders normal

Vor kurzem habe ich ein T-Shirt gesehen, bei dem ich schmunzeln musste: Die Hinterteile von vier Elefanten waren darauf abgebildet: drei grau und eins kariert. Darunter steht „It’s ok to be a little bit different“ – Es ist in Ordnung, etwas anders zu sein.

Und vor ein paar Tagen muss ich an dieses T-Shirt denken, denn am 18. Juni war der „Autistic Pride Day“ – dieser Tag wird seit 2005 jedes Jahr begangen. Eine Initiativgruppe will damit erreichen, dass Autismus nicht als Krankheit oder Behinderung angesehen wird. Sie wollen stolz sein auf ihre besondere Art zu denken und zu sein.

In den letzten Jahren nehme ich immer mehr Menschen wahr, die ihren Autismus öffentlich machen...

Wasser ist unser Lebenselixier

Bei der Geburt besteht der menschliche Körper zu 95% aus Wasser. Bei Erwachsenen sind es „nur“ knapp 70%. Immerhin stattliche dreiundvierzig Liter – das ist bei manchen das halbe Körpergewicht! „Sie müssen mehr trinken“ – mahnt jeder Arzt. Zwei Liter mindestens. Das kann hart werden – denn der Alkohol zählt nicht mit. Vor allem ältere Menschen in der heißen Jahreszeit sind von Dehydrierung bedroht. Wer zu wenig Wasser im Körper hat, wird unkonzentriert, vergesslich, und der Blutdruck steigt an.

Landwirte schauen sorgenvoll an den Himmel, wenn das schöne Wetter einfach nicht enden will...

Arbeite, um zu leben oder lebe, um zu arbeiten

Der 1. Mai ist der „Tag der Arbeit“, in Deutschland ein offizieller Feiertag (diese ja leider ein Sonntag). Doch er hat Tradition und vor allem die Gewerkschaften nutzen ihn, um auf Belanger der arbeitenden Bevölkerung hinzuweisen. Für viele Menschen ist Arbeit nicht das Leben, aber ein wichtiger Teil davon. Durch Arbeit wollen viele Menschen das Geld verdienen, das ein unabhängiges und selbstständiges Leben ermöglichen soll. Doch einen Job zu haben, bedeutet heutzutage nicht automatisch, unter menschenwürdigen Bedingungen zu arbeiten...

Wir vertrauen auf die Gerechtigkeit

Voller Entsetzen schauen wir auf den grausamen Terror in der Ukraine. Ungläubig verfolgen wir diesen ersten Angriffskrieg in Europa seit Hitlers Überfall auf Polen 1939, dessen Raubmordzug gegenüber der Zivilbevölkerung zur Blaupause des Moskauer Diktators geworden ist.

Weitgehend hilflos können wir überall im öffentlichen Raum nur mit den Symbolen Blau-Gelb solidarisch Flagge zeigen. Sogar auf unseren Wiesen und Parkanlagen! Dort nämlich leuchten jetzt die Hyazinthen in diesen beiden Farben besonders schön und künden vom Ende des eisigen russischen Winters...

Ach, es war ja Rosenmontag...

...und er war nicht freudig, geschweige denn ausgelassen. Denn es war eine ganz „andere“ Fastnacht als wir sie kennen. Die Umzüge waren schon vor Langem abgesagt wegen Corona. Dann kamen die schrecklichen Ereignisse am 31.1. in Kusel, wo eine Kollegin und ein Kollege auf grausame Weise ihr Leben genommen bekamen. Und nun haben wir auch noch Krieg in Europa, was uns irgendwie im 21. Jahrhundert nicht mehr möglich erschien.     

Da will Fastnacht so gar nicht passen. Dabei sind die uniformierten Garden der Mainzer Fastnacht eine reine Persiflage auf den Militarismus vergangener Jahrhunderte. Fastnacht ist nicht nur Klamauk und Spaß...


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Foto: Markus Reuter

Bild: Markus Reuter