Nachgedacht

Unter diesem Titel erscheint monatlich in einigen Hauszeitungen der Polizeidienststellen ein Text der Polizeiseelsorge, der zum Nachdenken und Besinnen anregen soll.

Hier finden Sie die aktuell veröffentlichten Texte zum nachlesen.
(Ältere Text über die Navigation am linken Rand)


 

Seite
1 2»
11 Treffer

Freust du dich auf Weihnachten?

„Freust du dich auf Weihnachten?“, diese Frage hat mich letztens kalt erwischt. Freue ich mich auf Weihnachten? „Also eigentlich ja schon, aber…“ beginnt meine Antwort und ich denke an die vielen Dinge, die noch zu erledigen sind.

Ich wünsche mir ein schönes Fest mit meiner Familie mit Plätzchen, Geschenken, einem schönen Baum und frohen Gesichtern. Dafür muss einiges eingekauft, geputzt, gebacken, gekocht, vorbereitet, geschmückt und dekoriert werden.

Eigentlich sind ja all diese Dinge, die noch zu erledigen sind, auch Ausdruck der Vorfreude. Aber manchmal wird es mir zu viel, es macht mich müde und gestresst... 

Dunkle Zeiten kommen auf uns zu!

Neblig ist er – der November – kalt und rau. Tagelang keine Sonne, alles regenverhangen und die ersten glatten Straßen. Frost kann zaghaft anklopfen – der Oleander muss in die Garage, die Rosen werfen letzte Blüten ab, die noch grünen Tomaten reifen nicht mehr. Endgültig vorbei der glühende Sommer, die lauen Nächte, die lockere Bekleidung – und die Weinmärkte schließen ihre Buden.

Dunkel ist er – der November – viel dunkler als Dezember und Januar... 

"Suche Frieden und jage ihm nach"

Am 11. September haben wir wieder den Terroranschlägen in New York und in Washington gedacht. In Darmstadt ist dies ein besonderer Tag, denn dort wird alle Jahre auch der ‚Darmstädter Brandnacht‘ von 1944 gedacht. Die Bombardierung der Royal Air Force hat zur Zerstörung der Darmstädter Innenstadt und zum Tode von über 11.000 Menschen geführt. In Mainz geschah ähnliches nur wenig später am 27. Februar 1945...

Hier bin ich Mensch – hier darf ich sein!

Heimat ist da, wo man sich geborgen fühlt, wo alles irgendwie vertraut und heimelig ist, wo man sich auskennt und sogar im Schlaf den rechten Weg findet - "daheim" eben. Manche denken an die Heimat ihrer Kindheitstage - wo man jeden Baum kannte und wusste, wie er zu erklimmen war. Wo man sich bei den Nachbarn spontan zum Sonntagsessen einladen konnte, in große Pfützen gesprungen ist und beim Frisör um die Ecke (dessen Haus längst für einen hässlichen Supermarkt abgerissen wurde) den ersten Haarschnitt verpasst bekam. Andere schätzen als Heimat den Ort, wo sie gerade wohnen - wo man den besten Metzger, vor allem auch die wichtigsten Nachbarn kennt, um sich bei Bedarf mal den Hänger ausleihen zu können. Wo man in der Kneipe immer irgendwelche Bekannte trifft und gerne daheim auf dem Balkon Urlaub macht. Wo man ungestört Fahrrad fahren und joggen kann oder für den lokalen Fußballverein fiebert, feiert und leidet.

"Die Route wird neu berechnet."

Mit Blick auf die bevorstehenden Ferientage ist mir ein Impuls einer lieben Kollegin* aufgefallen, den ich hier an Sie weitegeben möchte:

Mein erstes Navi habe ich vor vielen Jahren in Kalifornien kennen und schätzen gelernt. Es hat uns sicher durch das Land geführt und alle "falsch-abgebogen-Situationen" sofort korrigiert. Dank dieses kleinen Gerätes sind wir immer am Ziel angekommen...

Nachgedacht Juni 2019 (01.06.2019)

"Es gibt nichts Gutes - außer man tut es!"

Diese Forderung Erich Kästners nach authentischem Leben entspringt kritischer Skepsis gegenüber hochtrabenden Ideologien und ambitionierten Vorsätzen: Gut handeln - nicht schön reden! Das erwarten wir nicht nur von Politikern und Vorgesetzten. Vor allem gegen uns selbst erheben wir diesen Anspruch.

Dumm nur, dass ständig uns authentisches Leben misslingt! ...


Seite
1 2»

Foto: Markus Reuter

Bild: Markus Reuter