Nachgedacht

Unter diesem Titel erscheint monatlich in einigen Hauszeitungen der Polizeidienststellen ein Text der Polizeiseelsorge, der zum Nachdenken und Besinnen anregen soll.

Hier finden Sie die aktuell veröffentlichten Texte zum nachlesen.
(Ältere Text über die Navigation am linken Rand)


 

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Überall sehen wir deine Spuren…

Der Monat November ist ein facettenreicher Monat – nicht nur novembergrau: Vom Gedenken an die Toten bis zu den bunten Zügen der Martinslaternen. Von der Gräbersegnung bis zum Adventskranz. Auch wenn in diesem November vieles anders sein wird, so bleiben aber die vielen Traditionen!

Zu Beginn des Monats gedenken wir unserer Toten. Wir erinnern an sie u.a. in dem Gedenkgottesdiensten der Polizeiseelsorge...

Sie hat es nicht leicht – die Birke!

Steil nach oben geht ihr Wuchs. Doch plötzlich aufgehalten, ausgebremst, gedeckelt und blockiert. Also schnell ausweichen, die Richtung ändern – und gleich wieder steil nach oben. Doch bald droht neuer Ärger - versperrt die Sicht, nimmt die Sonne, hindert den geraden Wuchs. Wie im richtigen Leben eben – wenn die Karriere an eine gläserne Decke stößt und die Hürden immer höher werden, wenn die lähmenden Mühen der Ebene erschöpfen oder wenn schwierige Beziehungen endgültig zerbrechen.

Doch die Birke lässt sich nicht unterkriegen. Weit holt sie jetzt aus – macht einen großen Bogen – nimmt einen ausgedehnten Umweg in Kauf. Der Wille, ein gutes Leben, ein Leben an der Sonne zu führen, ist stärker als alle Hindernisse, Niederlagen und Schicksalsschläge...

 Die Kunst, einen Kaktus zu umarmen

Am Kühlschrank einer Freundin hängt eine Postkarte. Darauf steht „Einen Pubertierenden zu erziehen, ist wie einen Pudding an die Wand zu nageln.“ – Ich finde die Postkarte lustig, weil sie so absurd ist. Wer will schon einen Pudding an die Wand nageln?

Ich empfinde die Situationen im Zusammenleben mit einer pubertierenden Tochter – und wir leben seit Wochen mehr zusammen als sonst – zum Teil als ziemlich absurd. Da sind Anfälle von Pubertätsdemenz (die gibt’s wirklich), die sich darin äußern, dass in der Küche ein halbfertiges Müsli vergessen wurde oder Schranktüren grundsätzlich offenstehen. Da gibt es aber auch lautstark vorgetragene Plädoyers über die Ungerechtigkeit des Lebens im Allgemeinen oder der Unfähigkeit von (Lehr-) Personen im Besonderen. Und wehe, ich habe meinen bescheidenen Wortbeitrag zu irgendeinem Thema – egal von welcher Relevanz – nicht hundertprozentig korrekt formuliert Wird sofort korrigiert!

Kennen Sie diese Namen?

Mike Brown, Trayvon Martin, Sandra Bland, Philando Castile, Tamir Rice, Jordan Davis, Atatiana Jefferson, The Charleston Nine, Breonna Taylor, Ahmand Arbery.

Nicht? Wenn ich nun noch einen ergänze, erkennen Sie vermutlich den Zusammenhang...

Immer im Dienst!

Bekanntlich arbeiten Beamte ja nicht. Nein, sie dienen! Und das ist deutlich kostbarer als jedes Arbeiten. Denn wer dient, versieht seinen Dienst nicht im eigenen Interesse, sondern sorgt für andere und ihr Wohlergehen.

Gerade Polizisten im Einzeldienst, die Gefahren abwehren und Sicherheit gewährleisten sollen und dabei manchmal sehr nah an Menschen herankommen müssen, von denen sie nicht wissen, ob sie erkrankt sind...

Nachgedacht im Mai (01.05.2020)

„Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist …“

 Als ich diesem Satz kurz vor Oster in einem „Zuspruch“ im Radio hörte, musste ich sofort daran denken, dass das Spiel auch in meiner Familie ein beliebter Zeitvertreib war. Auch bei den weiteren Worten der Autorin fand ich mich wieder: 

Wir spielen es überall: im Stau, im Wartezimmer, am Bahnsteig. Das gefällt mir. Außerdem finde ich schön, dass bei diesem Spiel die Aufmerksamkeit geschärft wird. Ich muss darauf achten, was in meiner Umgebung zum Beispiel eine bestimmte Farbe hat. Denn die Spielregel lautet: Derjenige hat gewonnen, der zuerst den Gegenstand errät, den der erste Mitspieler im Blick hatte...


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Foto: Markus Reuter

Bild: Markus Reuter